Schlafen

Du bist wegen der Musik, den Partys und Deinen Leuten auf dem Festival - klare Sache! Bei allem Spaß sind die Festival-Tage aber auch echt anstrengend und Du solltest Deinem Körper zwischendurch einige Stunden Schlaf gönnen, damit Du nicht schon nach dem ersten Tag völlig fertig bist. Damit Du auch am nächsten Morgen noch die Energie für den kommenden Tag hast, hier einige Tipps und Empfehlungen.

Der Schlafsack ist in diesen Tagen Dein Bett und sollte an die Temperaturen angepasst sein. Ein Winterschlafsack für Temperaturen bis 0°C und darunter ist auf einem Festival im Sommer eine Qual, Du solltest in einem leichten Sommerschlafsack schlafen. Falls die Nacht dann doch mal etwas kühler wird, wärmt Dich eine zusätzliche Decke. In einem Schlafsack mit einem Innenfutter aus Kunstfaser beginnt man deutlich schneller zu schwitzen, als in einem mit einem Schlafsack mit Baumwoll-Innenfutter. Dies ist aber selbstverständlich Sache des persönlichen Empfindens.

Festival Schlafen im Zelt

Als Unterlage auf der Du in Deinem Schlafsack liegst kommen vier unterschiedliche Möglichkeiten in Betracht, jede hat ihre Vor- und Nachteile:
1. Direkt auf dem Zeltboden
2. Iso-Matte
3. Luftbett zum Aufblasen
4. Selbstaufblasende Luftmatratze

Über das Schlafen auf dem Zeltboden solltest Du noch nicht einmal nachdenken. Diese Variante ist nicht nur unbequem und kalt sondern oft auch schmerzhaft, besonders in der zweiten Nacht.

Die Iso-Matte ist kostengünstig, schützt vor Wärmeverlust ist allerdings nicht besonders weich. Zudem sind die Rollmatten im Vergleich mit den anderen Unterlagen recht groß und benötigen so viel Platz im Auto.

Eine aufblasbares Luftbett ist deutlich weicher als eine Iso-Matte und kommt dem Gefühl in einem echten Bett zu schlafen wohl am nächsten. Nachteile ist hier, dass Du eine Pumpe zum Aufblasen benötigt oder gute Puste... Auch wichtig ist, dass Du in Deinem Zelt genug Platz hast, denn es gibt Luftbetten auch als Doppelbett oder als Einzelbett in Sondergröße. Beachte auch, dass Du darauf deutlich höher liegst und je nach Zelt und Postition dann an der schägen Zeltwand anstösst. Das Flickzeug solltest Du in jedem Fall immer dabei haben, zur Not rettet Dich Dein Panzerband.

Die Magie der selbstaufblasenden Matratzen ist schnell enträstelt. Das Innere der Matratze besteht aus Schaumstoff. Ist die Matratze in ihrer Transporttasche, dann befindet sich keine Luft darin und der Schaumstoff ist zusammengepresst. Öffnet man den Verschluss, dann nimmt Schaumstoff nach und nach wieder seine ursprüngliche flache Form an und saugt so selbst die Luft hinein. Du musst dann nur noch ein wenig nachpumpen - fertig. Die Modelle ab 6cm sind ausreichend dick und weich und unsere Festivallo-Empfehlung.
Das Verpacken der Matratzen solltest Du vorher geübt haben. Am einfachsten bändigen lassen sich die Biester, wenn Du den Verschluss öffnet, sie der Länge nach in der Mitte faltet, einrollst und dann den Verschluss schließt. Dann rollst Du sie wieder aus und wieder ein und bei jedem erneuten Einrollen öffnest Du den Verschluss nur noch ganz kurz zum Ablassen der Luft.
Du solltest selbstaufblasende Matratzen unmittelbar nach dem Kauf mehrmals mit Luft befüllen lassen und wieder einrollen. So nehmen sie später schneller ihre richtige Form an.

Je nach Jahreszeit geht sie Sonne schon gegen 5Uhr auf. Damit Deine Nacht nicht zu früh durch das Sonnenlicht beendet wird kannst Du Dir mit einer Schlafmaske oder einem lichtundurchlässigen Zelt helfen.
Manche Campground-Nachbarn wollen scheinbar gar nicht schlafen und feiern lautstark bis in den Morgen hinein. Da bleiben Dir nur zwei Möglichkeiten, entweder Du feierst mit oder Du benutzt Deine Ohrstöpsel. Wirklich angenehm sind Ohrstöpsel nicht, egal woraus sie bestehen. Du solltest in jedem Fall vorher ausprobieren womit Du am besten klar kommst. Die Schaumstöpsel zum Zusammendrehen sind zwar erträglich, lassen jedoch noch recht viele Geräusche durch. Unsere Festivallo-Empfehlung sind die Silicon-Ohrstöpsel, die Geräusch-Dampfung ist damit deutlich besser. Aber egal wofür Du Dich entscheidest, achte unbedingt darauf, dass Du die Ohrstöpsel richtig einsetzt und das schon mal vorher (also ohne Alkohol) geübt hast!

Wenn Du zum Schlafen ein Kopfkissen brauchst, dann nimm am besten Dein Kopfkissen, verpackt in einer großen Plastiktüte (Müllbeutel), mit. In jedem Zelt sollte eine Taschenlampe leicht auffindbar sein. Die meißten Zelte haben oben in der Mitte einen Haken oder eine Schlaufe. Dort solltest Du Deine Taschenlampe schon einhängen sobald das Zelt fertig aufgebaut und abgespannt ist.

So, die Grundvoraussetzungen sind geklärt. Jetzt gehts weiter in Richtung Komfort.